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| Titel: | ein Jahr in Shanghai |
| Bericht: | Um in Shanghai nicht wahnsinnig zu werden musste ich viel Toleranz lernen. Menschen, es sind so viele Menschen! Sie sind laut, spucken sehr viel auf die Straße, essen ständig (und das nicht nach unseren Benimmregeln) und drängeln sich vor. Viele starren "einen Westler" ungeniert an und fassen auch gerne mal an blondes Haar. Es ist aber eine Stadt in der man auf jeden Fall Spaß haben kann. Dazu muss man seine innere Ruhe und Gelassenheit finden und sich nicht verrückt machen lassen. Auch nicht von Händlern die ganz schnell ihre Ware verkaufen wollen. IMMER HANDELN (außer im Supermarkt wirklich überall). Absolut positiv ist für Studenten die günstigen Lebenshaltungskosten. Wenn man sich chinesisch ernärt, kommt man in einem richtigen Restaurant mit max. fünf Euro zu einem satten und zufriedenen Bauch (inkl. chinesichem Bier). Auf der Straße oder ion kleinen Baracken kommt man mit einem Euro aus - man muss sich nur mal trauen, es ist fast immer sehr lecker! Natürlich sind Bars hier nicht gemaint, die richten sich eher nach westlichen Preisen. Dafür kann man an kosten für KLeidung sparen wenn man sich auf dem "Schneidermarkt" (Bus 910) die Lieblingsstücke kopieren lässt. Auch hier handeln und bei abholung kontrolieren ob auch wirklich alles passt. Wenn man möchte, kann man in Shanghai sehr westlich leben; Starbuck's, McDonald's, KFC und allerhand westliches (z.B. in der French Consession) können manchmal tröstlich, wenn auch teuer, sein. Viel spannender ist es aber mit einem Fotoapparat durch die verschiedenen Viertel zu streifen und zu beobachten wie die Menschen leben, sich auf der Straße die Haare waschen, in ihren Pyjamas und Handtasche durch die Gassen flanieren. Besonders interessant sind auch die (viel zu wenigen) Parks: Männer bringen ihre Singvögel in Käfigen mit und hängen sie in die Bäume während sie mit anderen Vogelbesitzern rauchen und fachsimpeln. Andere singen Karaoke, tanzen im Kreis oder machen Tai Chi. Wenn man längere Zeit in Shanghai lebt sollte man aber auch auf jeden Fall Ausflüge machen, auch mal eine chinesiche Kaffefahrt übers Wochenende kann sehr lustig sein - auch wenn man auf der Fahrt zu einer Schlangenschnapsfabrik gekarrt wird, man muss ja nichts kaufen. An das wirklich schlimme Gedränge in der U-Bahn muss man sich auch gewöhnen. Morgends um 9h ist das kein Spaß, da bleiben auch mal Absätze in der Tür stecken oder Ellenbogen in Nasen - nichts für sensible Gemüter. Manchmal ist es schwer in der fremde zu sein. Abends in den Bars (LoGo Bar!) wimmelt es aber nur so von Ausländern die man ganz einfach ansprechen kann und der ein oder andere richtig nette Mensch ist auf jeden Fall dabei Generell gilt: mit Humor und Interesse sehen, alles ist einfach sehr sehr anders. |
| Anreisetipps: | |
| Wo gewohnt: | privates WG |
| Zeitraum: | Jan-Dez 2007 |
| Kosten pro Monat: | 500 |
| Freizeitmöglichkeiten: | Menschen beobachten, shopping, Museum, Essengehen |
| Vorbereitung: | chinesische Grundkenntnisse von Vorteil, Impfungen aller Art |
| Sonstige Tipps: | in "that's Shanghai" finden sich viele Ausgehtipps, auch im www. Einfach Adresse ausdrucken, dem Taxifahrer zeigen und ausprobieren. |
| Mein Fazit: | Aufgeschlossenheit, Gelassenheit und Hartnäckigkeit was Preise angeht bescherten mir einen absolut spannenden Aufenthalt in China. |
| Hochschule: | Asien, Australien und Ozeanien |
| Autor: | Paula |
| Alter: Geschlecht: | 25 W |
| Studienfach: | Architektur |