Erfahrungen zum Auslandsstudium  - Bericht lesen

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Mein Erfahrungsbericht

Titel:Patagonien
Bericht:Ja, nicht immer muss man sich bereits Jahre vorher auf einen Auslandaufenthalt vorbereiten und alles bis ins ff planen... Wenn man nur ein bisschen Mut und evtl. etwas Glueck mitbringt. Ich bin der beste Beweis dafuer! Zu Beginn des Jahres 2009 entschied ich mich, nach meinem Bachelor-Abschluss im Fach Biologie ein Jahr Pause einzulegen, um ein Auslandspraktikum etc. zu absolvieren. Ich wollte einfach mal raus! Nach langer Suche um eine geeignete Taetigkeit und vielen Naechten der Internetrecherche sprach ich dann einfach ein paar Profs und Mitarbeiter meiner Uni an, ob sie nicht evtl. Kontakte/Partnerschaften im Ausland haetten, die evtl. interessiert an billigen, studentischen Hilfskraeften sind. Und, was soll ich sagen, es hat prompt geklappt und ein Mitarbeiter unserer Uni konnte mir eine Adresse eines kleinen, huebschen Forschungsinstitutes in Argentinien geben! :-) Der zweite Schritt - die Entscheidung, das Praktikum auch wirklich anzutreten und den Institutsleiter anzuschreiben- war dann schon schwieriger, so gaaanz ohne Spanisch-kenntnisse einfach mal so nach Argentinien reisen... Aber gut, aus Mangel an anderen Moeglichkeiten und aufkommender Verzweiflung entschied ich mich ca. im August endgueltig dazu, die Reise anzutreten! Die weiteren Vorbereitungen beschraenkten sich dann auf Flug buchen, Impfungen abholen, ein paar Internetseiten ueber das Land Argentinien studieren und klaegliche Versuche, in ein paar Wochen wenigstens ein paar Worte in Spanisch in den Kasten zu kriegen. Um ein Stipendium habe ich mich beworben, aber keines bekommen, da ich zur Zeit meines Auslandaufenthaltes nicht immatrikuliert war. Stattdessen frischte ich meine Reisekasse dadurch auf, dass ich regelmaessig Reiseberichte fuer die Jugendseite meiner Heimatzeitung schrieb (einfach nachfragen genuegt). Ein Visum zu beantragen war mir zu teuer, kann man sich doch bequem bis zu 90 Tage am Stueck mit Touri-Visum im Land aufhalten. Der Institutsleiter bestaetigte mir inzwischen, dass ich, zumindest die ersten zwei Monate, umsonst in einem Internat untergebracht werden koennte. Perfekt, mehr brauche ich nicht! Im Oktober ging es dann los - mit one-way-Ticket nach Argentinien, denn ich wollte bleiben, bis mir das Geld ausgeht, was nach damaliger Abschaetzung nach ca. drei Monaten der Fall gewesen waere. Und, was soll ich sagen, jetzt bin ich seit acht Monaten hier, bekomme kein Geld waehrend dieser Zeit, brauche hier aber auch so gut wie keins, ich bin schon zwei mal nach Chile gereist, um mein Touri-Visum zu verlaengern, ich verstehe inzwischen fast alles in Spanisch, auch wenn es mit dem Reden bei mir noch etwas hapert, alle Erwartungen (ich hatte eigentlich keine...) wurden uebertroffen, und eigentlich moechte ich hier am liebsten gar nicht mehr weg! :-) Und was lernen wir daraus? Vorbereitungen treffen ist gut und wichtig und sicher nicht verkehrt, aber wenn man ein bisschen mutig ist, hat man die Chance, sich einfach mal vom Glueck ueberraschen zu lassen!
Anreisetipps:mit dem Flugzeug nach Buenos Aires, danach weiter mit Inlandsflug oder Bus
Wo gewohnt:Internat
Zeitraum:Okt09-Juni10
Kosten pro Monat:wenig
Freizeitmöglichkeiten:Sommer: Schwimmen, Wassersport (z.B. Surfen, Kite-Surfen, Kajak) da direkt am Meer, Sport (Laufen, Rad fahren, Fitnessstudio), Trekking, Besichtigungen und Ausfluege in der Umgebung
Vorbereitung:bissl Spanisch lernen
Sonstige Tipps:man darf nicht zu zimperlich sein, muss jede Chance nutzen, die einem geboten wird, seit offen fuer alles!
Mein Fazit:Das beste, was ich je gemacht hab! je groesser die Ueberwindung und die Angst und Zweifel vorher, desto groesser das Glueckgefuehl, wenn´s geklappt hat!
Hochschule:Amerika, Latein: Argentinien
Autor:Ricarda
Alter:
Geschlecht:
23
W
Studienfach:Biologie